Historie Familienverband der Vahldiek's

Die Geschichte der Familie Vahldiek

 

     


Nur durch eine Vielzahl von glücklichen Umständen sind wir in die Lage versetzt worden, die Familiengeschichte in so vielen Einzelheiten zu berichten: Trotz der anfangs berichtsarmen Zeit sind Urkunden überliefert worden. Das aber nur, weil unsere frühen Vorfahren in »günstige« politische Strömungen geraten sind. Des weiteren bekamen dann einzelne Familienmitglieder unerwarteten Zugang zu diesen wichtigen Informationen.

Als erstes geschichtliches Ereignis sind die Wendenkreuzzüge 1147 anzusehen, bei denen man im Zuge der Ostexpansion wendische Gebiete nördlich der Elbe eroberte und wahrscheinlich von dort zahlreiche Wenden »wegführte«. Sie wurden in einer großen Besiedlungsaktion in Rundlingen angesiedelt. Ein solcher Rundling war das Dorf zu »valdike«. Es entstand um 1150 westlich von Knesebeck. Das Dorf zu valdike und die Mühle zu valdike gehörte zum Zubehör der Burg Knesebeck. Dort saßen ab etwa 1242 die Herren von dem Knesebeck.

Das weitere politische Ereignis war 1322 der Entschluß des Braunschweiger Herzogs, die Grenze zur Altmark zu seinen Gunsten -also östlich - zu verschieben. Das war eine offensive Haltung gegenüber dem Markgrafen von Brandenburg, zu dem die Knesebecks dann in der Schlußphase hielten. Als es an der Zeit war, kaufte der Herzog alles was den Knesebecks gehörte auf; sie wurden in die Altmark abgedrängt. Damit kam es dann um 1350 zur Umsiedlung der Valdiker nach Knesebeck.

Dann aber taucht 1451 Berteid Valdick im Winsener Schatzregister als Steuer zahlender Bauer auf. Es ist das erste Mal, daß unser Familienname in Erscheinung tritt.

Parallel dazu muß eine Abwanderung in Richtung Süden stattgefunden haben, denn etwas später, also 1489, gibt es einen weiteren valdick in Gamsen. In der Folge ensteht nun ein abgegrenztes Siedlungsgebiet der Vahldiecks. Im Westen begrenzt durch Braunschweig, schiebt sich die Familie Dorf für Dorf weiter in Richtung Südosten, bis sie dann im Osten noch vor 1800 Magdeburg und im Süden Halberstadt erreicht. Es gibt tatsächlich weite Gebiete, da waren die Vahldiecks in jedem Dorf zu finden.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß die Sammlung von Daten über die Familie äußerst mühevoll ist. Es ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Über Jahre hinweg haben mehrere Namensträger zahlreiche Listen, Register über Abgaben, Brandregi­ster und dergleichen mehr durchforscht. Auf diese Weise ließ sich das Siedlungsgebiet der Familie Vahldieck klar eingrenzen.

Ab etwa 1800 wird die Mobilität wesentlich größer. Berlin übt langsam seine Anziehungskraft aus, auch geht man in Rostock auf die Universität oder ein Mühlenfach­mann geht in die Ukraine. Kurzum, die Familie zerstreut sich in alle Himmelsrichtungen.

Eine Auswahl von Wanderungsbewegungen soll nun zeigen, wie sich die Vahldiecks im Anfang der Familiengeschichte ausge­dehnt haben. Dabei ergaben sich Siedlungsplätze, die einen Depotcharakter hatten.
Es seien genannt: Rieseberg, Räbke und Drakenstedt. In diesen Orten hielten sich die Vahldieks über viele Generationen und von hier aus erfolgten weitere Verzweigungen. So ging es von Räbke aus zum weit entfernten Womirstedt und dann nach Löderburg.

 Aber es gab auch sehr kleine Wanderungsbe­wegungen, wie von Rieseberg nach Glentorf. Kurioserweise bildete sich auch eine Linie heraus, die wieder zurück bis ins alte Stammgebiet nach Glüsingen geht.

 

 

 
   
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